Heute: Donnerstag, 3. Apr. 2025 (Wochenbeginn: Lätare)

Geschichten von Gott und der Welt (2)

Liebe Kinder, liebe Familien!

An die Geschichte, wie Jesus als Baby auf die Welt kam, haben wir in der Advents- und Weihnachtszeit gedacht; am Anfang des Jahres besonders an die Drei Heiligen Könige.

Wie ist es mit Jesus denn weitergegangen? Viel ist darüber in der Bibel nicht berichtet. Aber eine besondere Situation schon. Im Tempel von Jerusalem wurde damals jedes Jahr ein großes, mehrtägiges Fest gefeiert zu dem sich viele Menschen auf den Weg machten.

„Maria und Joseph gehen zum Passafest nach Jerusalem. Zum ersten Mal nehmen sie Jesus mit. Jesus ist zwölf Jahre alt.

Nach dem Fest machen Maria und Joseph sich mit vielen anderen Familien auf den Weg nach Hause. Jesus bleibt in der Stadt zurück.

„Er ist bestimmt mit einer anderen Familie gegangen“, denken seine Eltern. Am Abend suchen sie nach ihm, aber sie können ihn nicht finden. Sie fragen bei allen Freunden und Verwandten nach ihm. Doch so lange sie auch suchen: Jesus ist nirgends zu entdecken. Niemand weiß, wo er steckt.

Maria und Joseph kehren nach Jerusalem zurück. Drei Tage suchen sie nach ihm. Dann finden sie ihn endlich im Tempel. Er sitzt dort bei den Schriftgelehrten. Jesus hört den Schriftgelehrten zu und stellt ihnen Fragen. Alle sind erstaunt darüber, wie klug Jesus ist.

Maria weint vor Freude, als sie ihren Sohn dort sitzen sieht. Sie ist glücklich, dass sie ihn endlich gefunden hat. Trotzdem schimpft sie mit Jesus: „Wie konntest du uns das antun? Tagelang haben wir dich gesucht, und du sitzt hier. Weißt du denn nicht, dass wir uns Sorgen um dich machen?“

Jesus antwortet ihnen: „Warum habt ihr mich denn gesucht? Konntet ihr euch nicht denken, dass ich hier bin, wo mein Vater wohnt?“

Aber Maria und Joseph verstehen nicht, was Jesus damit meint.

Jesus kehrt mit seinen Eltern nach Hause zurück. Maria merkt sich gut, was geschehen ist und was Jesus gesagt hat.“ Das steht in dem Buch:  Komm lass uns feiern – Die Bibel für Kinder mit Fragen zum Leben, Deutsche Bibelgesellschaft.

Jesus ist neugierig. Er möchte mehr von Gott und der Welt hören, hat viele Fragen und möchte darüber reden. Es ist gut, miteinander nachzudenken.

Seine Eltern suchen ihn voller Sorge und verstehen ihn dann nicht. Maria spricht das aus und redet mit Jesus. Es ist gut, miteinander zu sprechen und einander zu sagen, was wir denken und fühlen.

Vielleicht ist dazu am Wochenende eine gute Gelegenheit. Was war für dich heute besonders interessant und spannend? Worüber hast du nachgedacht? Wie hast du dich heute gefühlt? War es ein aufregender, lustiger, schöner oder blöder Tag für dich? Wie gut, dass wir das auch zu Hause machen können und wir nicht bis nach Jerusalem in den Tempel gehen müssen.

Und wie gut, dass man dabei nicht immer alles gleich verstehen muss.

Ein gesprächiges Wochenende wünscht

Elke Nordsiek

Der GKR informiert

Liebe Gemeinde,

weiterhin halten wir unsere Gemeinderäume geschlossen und sagen alle Veranstaltungen (vorerst bis 7. Februar) ab, um die Eindämmung der Pandemie zu unterstützen.
Jedoch bleibt uns gemeinsames Beten ein so wichtiges Anliegen, dass wir an den Sonntagen  -mit Ausnahme am 24.1.-  zu 10 Uhr in den Kirchsaal zum Gebet einladen.
Am 24. Januar wird unsere neue Pfarrerin eingeführt: Sie können die Einführung von Pfarrerin Karin Singha-Gnauck im Internet www.daniel-gemeinde.de/video am Sonntag, dem 24. Januar 2021 um 14 Uhr miterleben. Diese Möglichkeit bleibt auch danach noch erhalten.
Wir bedauern sehr, dass die Einführung nicht in einem öffentlichen Gottesdienst mit der Gemeinde stattfinden kann. Aufgrund der Corona-Bedingungen kann die Einführung nur mit einigen wenigen  Repräsentanten aus Gemeinde, Campus, Kirchenkreis und Kirchenleitung  in unserem Kirchsaal stattfinden. Wir bitten herzlich um Verständnis und hoffen, dass wir so gemeinsam – vor Ort und Zuhause – diese Einführung feiern können und unserer neuen Pfarrerin Gottes Segen für ihren Dienst aussprechen können.

Mit der Jahreslosung grüßt Sie der GKR und wünscht Ihnen ein gesegnetes Jahr 2021!

Jesus Christus spricht:
Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!
Lukas 6,36

Unsere neue Pfarrerin

Wir begrüßen unsere neue Pfarrerin Karin Singha-Gnauck. Sie wird am 3. und 10.1. gemäß Beschluss des Gemeindekirchenrates die Kirche von 10-11 Uhr zum stillen Gebet öffnen. In der Gemeindekirchenratssitzung am 11.1.2021 wird dann über das weitere Gottesdienstgeschehen beraten.
Wir wünschen Ihnen Gottes Segen im Neuen Jahr.

Gottesdienst als Videostream

Liebe Gemeinde,

der GKR hat beschlossen, dass im Einklang mit den Nachbargemeinde auch in Daniel ab sofort alle Gottesdienste bis einschließlich 10.01.2021 entfallen. Wir haben diese schwere Entscheidung getroffen, um der Verbreitung des Virus keine Chance zu geben und mit der Hoffnung, dass die frohe Botschaft auch anders vermittelt werden kann.

Zu den veröffentlichen Gottesdienstzeiten ist der Kirchsaal von 10 bis 11 Uhr für ein stilles Gebet geöffnet. Pfarrer Zakrzewski-Fischer ist für Seelsorge bzw. ein Gespräch da.

Am 24. 12. wird der Kirchsaal von 15 bis 18 Uhr geöffnet sein. Dort kann dann auch die Krippe betrachtet werden, der Weihnachtsbaum bewundert und das Friedenslicht aus Bethlehem mit einer mitgebrachten Laterne nach Hause genommen werden.

Am 24.12. wird ein aufgezeichneter Gottesdienst zur Verfügung gestellt. Den entsprechenden Link finden Sie am 24.12. auf der Internetseite www.danielgemeinde.de/video. Die dort bereitgestellte Videos bleiben erhalten und können auch später noch angesehen werden.

Die Glocken der Daniel-Gemeinde werden am 24.12. mit vielen anderen Glocken ab 20 Uhr läuten. Die Gemeinde wird eingeladen zum Geläut zuhause Stille Nacht, heilige Nacht zu singen.

Ein gesegnetes anderes Weihnachtsfest wünscht Ihnen der GKR der Daniel-Gemeinde mit der Weihnachtsbotschaft: Fürchte Dich nicht!

Vom verlorenen Schaf

Liebe Kinder und liebe Familien!

 

Als Jesus mit seinen Freundinnen und Freunden zusammen gewesen war, fragten sie ihn oft: „Wie ist das mit Gott?“ Sie baten ihn, Geschichten zu erzählen, damit sie sich vorstellen konnten, was Gott für die Menschen wollte.

Jesus nahm sich viel Zeit mit seinen Freundinnen und Freunden und ebenso für die Menschen, die von den anderen nicht beachtet wurden und die niemand richtig leiden konnte. Erinnert ihr euch an die Geschichte von Zachäus?

Diese Menschen lagen Jesus genauso am Herzen wie seine Freundinnen und Freunde. Die konnten manchmal nicht verstehen, warum Jesus zu diesen Menschen ging, ihnen zuhörte und mit ihnen redete.

Da erzählte Jesus ihnen eine Geschichte:

Ein Hirte hat hundert Schafe. Plötzlich ist eines von ihnen verschwunden. Da lässt er die neunundneunzig, wo sie sind. Er macht sich auf, um das verlorene Schaf zu suchen. Er sucht überall. Er ruft es immer wieder. Nach langer Zeit findet er sein Schaf wieder.

Überglücklich legt er es sich auf die Schultern und läuft nach Hause. Dort lädt er seine Freunde und Nachbarn ein und jubelt: „Freut euch mit mir! Ich hatte mein Schaf verloren und habe es nun wiedergefunden! Kommt. Lasst uns feiern!“

Jesus sagte: „Glaubt mir, genauso überglücklich ist Gott, wenn ein Mensch, der lange nichts mit Gott zu tun haben wollte, wieder nach ihm fragt. Gott liebt alle Menschen, auch wenn sie ihre eigenen Wege gehen und möchte allen Menschen begegnen. Mit Gott ist das so, wie mit einem guten Hirten, der auf alle seine Schafe gut Acht gibt.“

Habt ihr schonmal etwas verloren, das euch wichtig war und dann riesig gefreut, wenn ihr es wiedergefunden habt?

Vielleicht habt ihr Lust, zusammen eine kleine Schatzsuche, mit Dingen, die euch wichtig sind, zu veranstalten?

Oder ihr legt diese Dinge in einen Karton und sucht nacheinander mit verbundenen Augen mit euren Händen euer Lieblingsding heraus?

Viel Freude beim Entdecken und Wiederfinden wünscht euch

Elke Nordsiek.

Die Geschichte von Pfingsten

Liebe Kinder, liebe Eltern!

In der letzten Woche haben wir von „Himmelfahrt“ gelesen und gehört. Jesus hatte seinen Freunden versprochen, dass er immer bei ihnen sein wird, auch wenn sie ihn nicht mehr sehen und berühren können. Er hatte von seinem „heiligen Geist“ gesprochen, der kommen sollte.

Hatte Jesus etwa so etwas wie ein „Gespenst“ gemeint?

Seine Freundinnen und Freunde konnten sich nicht vorstellen, wie das gehen könnte. Sie dachten viel darüber nach und gingen traurig, dass Jesus nun nicht mehr bei ihnen war, nach Jerusalem zurück.

Sie setzten sich zusammen und sprachen miteinander darüber und redeten mit Gott.

Wie sollten sie anderen Menschen das von Jesus und Gott erzählen? Sie hatten Angst, ausgelacht zu werden.

Da brauste auf einmal ein Sturm vom Himmel und wehte durch das Haus, in dem sie waren. Es war wie ein frischer Wind in ihren Gedanken, der die Angst wegpustete.

Sie sahen Feuer, das sich zerteilte und sich auf jeden wie eine kleine Flamme niederließ. Es wurde hell in ihren Gedanken als wäre ihnen ein Licht aufgegangen. In ihrem Herzen fühlte es sich ganz warm an.

Davon und von dem, was sie mit Jesus erlebt hatten, wollten sie allen Menschen erzählen!

Sie gingen mutig und fröhlich aus dem Haus und die Menschen hörten ihnen zu. In Jerusalem waren Menschen, die viele verschiedene Sprachen sprachen…aber sie verstanden alle in ihrer eigenen Sprache, was die Freunde von Jesus erzählten und staunten darüber. Sie konnten sich das nicht erklären.

Petrus sagte ihnen dann: „Das ist das, was Jesus uns versprochen hat! Er schickt uns kein Gespenst, sondern die richtigen Worte, damit wir uns verstehen können. Sein Geist macht uns mutig! Wir sind nicht mehr traurig! Sein Geist schenkt uns neue Ideen und Gedanken!“

So wurden es immer mehr Menschen, die sich trafen, gemeinsam aßen, erzählten, sangen und zusammen beteten und überlegten, was sie tun können, dass es hell und warm für alle Menschen wird. Alle sollten davon hören oder lesen und das spüren und erleben können.

Das ist die Geschichte von Pfingsten. Vielleicht mögt ihr an diesem Pfingstwochenende zusammen eine Kerze anzünden – warm und hell! Oder vielleicht pustet ihr ein paar Pusteblumen zusammen – der Wind trägt und bewegt sie!

Ein fröhliches Wochenende wünscht Euch

Elke Nordsiek.

Geschichte zum Wochenende

Liebe Kinder! Liebe Eltern!

Menschen haben wirklich viel Überraschendes mit Jesus erlebt! Jesus ist auf sie zugekommen und  dabei haben sie immer Neues über Gott, andere Menschen und sich selber erfahren und Neues entdeckt.

Diese Geschichte erzählt davon, wie Jesus zu Zachäus kommt.

 

Zachäus wohnt in der Stadt Jericho. Er ist Zöllner von Beruf. Kaufleute bringen Waren in die Stadt, Bauern Früchte für den Markt. Dafür müssen sie Geld bezahlen, sonst dürfen sie nicht hinein; sie müssen Zoll bei Zachäus bezahlen. Zachäus nimmt mehr Geld, als er darf. Was er mehr nimmt, steckt er in die eigene Tasche. Deshalb mögen die Leute Zachäus nicht.

Eines Tages kommt Jesus mit seinen Freunden nach Jericho. Das spricht sich schnell herum und viele Leute strömen zusammen und wollen Jesus sehen. Auch Zachäus hört davon. Er möchte ihn auch unbedingt sehen.

Zachäus ist aber klein und die vielen Menschen versperren ihm die Sicht. Er kann nicht über sie hinwegsehen. Da fällt ihm etwas ein. Zachäus läuft ein Stück voraus und klettert auf einen Baum. Gleich muss Jesus an dieser Stelle vorbeikommen. Als Jesus zu dem Baum kommt, blickt er hinauf und sieht Zachäus.

„Zachäus, komm‘ runter!“ ruft Jesus. „Ich will dich heute in deinem Haus besuchen!“

Zachäus ist ganz überrascht. Will Jesus wirklich zu ihm zu Besuch kommen? Will er wirklich mit ihm zu tun haben?

Zachäus klettert vom Baum und geht mit Jesus und seinen Freunden zu sich nach Hause. Die anderen Leute beginnen zu schimpfen: „Jesus soll nicht zu Zachäus gehen! Zachäus ist ein Betrüger! Er nimmt zu viel Geld nur für sich!“

Zachäus sagt zu Jesus: „Ich habe das falsch gemacht. Die Hälfte von meinem Geld will ich jetzt den armen Leuten geben und wer zu viel bezahlt hat, bekommt sein Geld zurück.“

Jesus sagt zu Zachäus: „Heute ist dein Glückstag! Gott freut sich über dich. Jeder darf zu Gott kommen, auch wenn er etwas falsch gemacht hat und darf neuanfangen.“

 

Manchmal fühle ich mich klein und habe das Gefühl nicht weiterzukommen. Manchmal fühle ich mich schlecht und es läuft gerade nicht gut mit mir und den anderen.

Und dann finde ich es großartig, dass Jesus bei mir sein will. Ich bekomme Ideen, wie es besser mit mir und den anderen werden kann und Mut, das auszuprobieren.

 

Vielleicht habt ihr Lust, miteinander verstecken zu spielen? Ganz klein in einer Ecke…und dann die Freude zu spüren, wenn ihr euch entdeckt, anseht und wiederfindet!

Eine richtig gute Woche wünsche ich Euch!

 

Elke Nordsiek

Geschichte zum Wochenende

Hallo, liebe Kinder und liebe Eltern!

Von Elke Nordsiek habt Ihr die erste Geschichte lesen können.

Diesmal will ich – Pfarrer Fischer – euch eine meiner Lieblingsgeschichten erzählen.

 

Die Geschichte mit dem Sturm war schon toll. Das Jesus sowas kann?!

Manchmal würden wir wohl auch gern besseres Wetter machen wollen, oder?

Ich erinnere mich, wie ich mir als Kind oft vorgestellt habe fliegen zu können oder übers Wasser gehen zu können – eben Abenteuer zu bestehen.

Darum mag ich eine Geschichte von Petrus gern, wo er genau das auch will.

 

Petrus ist ein Freund von Jesus. Mit anderen Freunden fährt er im Boot über den riesengroßen See Genezareth. Jesus ist nicht dabei, will später dazu kommen.

Und dann geschieht es. Wieder ist der See vom Wind aufgewühlt. Dunkle Wolken ziehen über den Himmel. Es ist richtig unheimlich auf dem Wasser. Kein schönes Gefühl.

Da passiert es. Die Freunde sehen am Horizont, wie eine Gestalt auf sie zukommt. Was? Das kann doch nicht sein. Niemand kann auf dem Wasser laufen. Aber sie kommt näher. Ein Gespenst! Das muss ein Gespenst sein. Früher haben die Menschen geglaubt, dass es Geister und Gespenster gibt. Vor Angst fangen die Freunde an zu schreien und mit den Armen zu fuchteln. Vielleicht lässt sich das Gespenst vertreiben.

Aber dann hören sie eine vertraute Stimme. Es ist die von Jesus. Hei Leute, ich bin es! Erkennt ihr mich denn nicht? Da ist ihre Angst wie weggeblasen. Aber erschrocken sind sie trotzdem: Wie kann Jesus auf dem Wasser gehen? Das ist doch verrückt! Das kann doch nicht sein!

Und jetzt Petrus. Er will das auch probieren. Na, dann komm, sagt Jesus, und Petrus steigt aus dem Boot.

Ich hätte das auch gemacht. Und Ihr?

Erst funktioniert es – so wird es in der Geschichte erzählt. Aber bei der ersten größeren Welle kriegt Petrus Angst und das Wasser trägt nicht mehr. Im letzten Moment greift Jesus nach ihm und sie steigen ins Boot.

 

Ein bisschen „spooky“ ist diese Geschichte schon. Und verrückt auch. Gerade deswegen mag ich sie: ein bisschen wie in unserem Leben. Manchmal brauchen wir Mut, auch mal was Verrücktes zu tun, was man sich sonst nicht traut, was uns aber ganz neue Erfahrungen möglich macht – auch wenn es nicht klappen sollte. Klar, dass wir nicht gegen die Naturgesetze und die Physik handeln können. Aber es gäbe keine großen Ozeanschiffe, keine Flugzeuge, keine langen Hängebrücken, wenn nicht irgendwer vor Zeiten den Mut gehabt hätte, sowas Verrücktes auszuprobieren. Jesus macht uns Mut. Und sind Freunde nicht am Allerbesten, wenn wir mit ihnen gemeinsam etwas wagen und ausprobieren können, wenn wir miteinander das Abenteuer des Lebens bestehen? Ich finde Ja. Und ich glaube, Jesus ist als Freund dabei.

 

Euch einen schönen Sonntag und gute Tage.

Euer Pfarrer Fischer

Jesus und der Sturm

Liebe Kinder, liebe Eltern!

Wir hatten uns sehr darauf gefreut, Geschichten von Gott und der Welt wieder gemeinsam in unserem Kirchsaal und der Kita entdecken zu können! Das wird nun noch ein wenig dauern und bis dahin möchten wir Euch jede Woche eine kleine Geschichte zum Vorlesen nach Hause schicken. Einige von Euch waren in den letzten Wochen schon in der Kita, andere sind in dieser Woche wieder dazu gekommen und einige sind noch zuhause. Bis wir uns alle wiedersehen schicken wir Euch liebe Grüße mit den Worten aus unserem Kinderkirchengebet:

Gott behüte Euch auch diesen Tag, dass Euch kein Leid geschehen mag!

Elke Nordsiek und Norbert Zakrzewski-Fischer.

Jesus und der Sturm

Jesus fuhr einmal mit seinen Freunden über einen großen See. Er war müde und legte sich vorne in das Boot schlafen. Da kam ein gewaltiger Sturm auf. Das Boot wurde von den Wellen hin und her geschleudert. Die Freunde von Jesus bekamen große Angst. Sie weckten Jesus auf und riefen: „Herr, hilf uns! Wir gehen unter!“ Jesus setzte sich auf und sagte: „Warum habt ihr denn solche Angst? Ich bin doch da!“ Er stand auf und sah auf die Wellen und rief in den Sturm: „Schweigt jetzt! Sturm, sei still!“ Da wurde es ganz still. Kein Lüftchen bewegte sich, die Wellen beruhigten sich und der See lag spiegelglatt da. Die Freunde von Jesus waren ganz überrascht. Sie hatten noch gar nicht richtig gewusst, wer Jesus ist. Wind und Wellen gehorchen ihm aufs Wort! Und sie waren sehr froh, mit Jesus unterwegs zu sein.

(Vielleicht mögt Ihr Euch ja in eine Decke legen und das Sturmgefühl nachfühlen, wenn zwei Große Euch darin anheben und hin- und herschaukeln? Ruft Ihr dann: “Sturm, sei still!“ lassen die Großen Euch ganz ruhig wieder auf den Boden hinunter…)

Gebet in den Tagen der Corona-Infektionen

Das walte Gott
nach Luthers Morgen- und Abendgebet:

Kirchsaal

Das walte Gott, Vater und Sohn und Heiliger Geist! Amen.
Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, deinen lieben Sohn, dass Du mich in dieser gefährlichen Zeit bislang behütet und vor schlimmer Krankheit gnädig bewahrt hast.
Und ich bitte Dich,
Du wollest mich auch in der kommenden Zeit gnädig behüten vor allem Bösen: vor Unfall und Tod, vor Schaden und Not, vor Krankheit und allen Gefahren.
Bewahre mich unter Deiner schützenden Hand, dass Dir all mein Tun und Leben gefalle, denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele, mein Leben und Wirken, meine Verwandten und Freunde und alle meine Nächsten Deiner Liebe und Gnade.
Dein heiliger Engel sei mit mir, dass der böse Feind keine Macht an mir finde.
Amen.

Gott, zu Dir geht mein Gebet,
höre mein Singen und Flehen.
(siehe im Evangelischen Gesangbuch die Lieder zur Passion, z.B. Nr.98)

Psalm-Gebet
unser Gottesdienst-Psalm in der Passionszeit:
I+II:  Das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden. | Uns aber, | die wir selig werden, | ist es eine Gotteskraft.
I: HERR, vernimm mein Flehen um Deiner Treue willen.
II: Erhöre mich um Deiner Gerechtigkeit willen.
I: Ich breite meine Hände aus zu Dir.
II: Meine Seele dürstet nach Dir wie dürres Land.
I: Tu mir kund den Weg, den ich gehen soll.
II: Du bist mein Gott. Mich verlangt nach Dir.
I: Lehre mich tun nach Deinem Wohlgefallen.
II: Dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn.
I+II:  Das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden. | Uns aber, | die wir selig werden, | ist es eine Gotteskraft.

Fürbitte
Christus, Du hast den Deinen zugesagt:
Wahrlich, ich sage euch,
wenn zwei unter euch einig werden auf Erden,
worum sie bitten wollen,
so soll es ihnen widerfahren von meinem
Vater im Himmel.
Denn wo zwei oder drei versammelt sind
in meinem Namen,
da bin ich mitten unter ihnen.

Höre mein Rufen: Herr, erbarme Dich!
Ich bete für die Menschen, die verantwortliche Entscheidungen fällen müssen, dass sie mit Bedacht, Sorgfalt und Weisheit den Weg zwischen Zögerlichkeit und Übergriffigkeit finden und zum Wohl der Menschen handeln.
Höre mein Rufen: Herr, erbarme Dich!
Ich bete für die Menschen, die an den Orten der Gesundheitsversorgung ihren schweren Dienst tun und oft schon über die Grenzen ihrer Kraft in Anspruch genommen sind, dass sie keine Entscheidungen zwischen Leben und Tod treffen müssen, sondern allen ihre Hilfe geben können, und dass sie selbst Kraft finden.
Höre mein Rufen: Herr, erbarme Dich!
Ich bete für die Einsamen, die alleingelassen bleiben und voller Angst sind. Lass Sie Dein Nahe-sein spüren, lass sie Dein Wort hören können und tröste ihre Seelen festige ihren Glauben.
Höre mein Rufen: Herr, erbarme Dich!
Ich bete für die schwer Erkrankten, dass sie Hilfe erfahren und wieder genesen können, und für die Sterbenden, dass sie in Frieden zu Dir gehen.
Höre mein Rufen: Herr, erbarme Dich!
Ich bete für die Menschen, deren berufliche Existenz bedroht ist oder gar verloren geht, lass ihnen Hilfe zuteilwerden, damit sie den Mut nicht verlieren und ihr Einkommen wiedererlangen.
Höre mein Rufen: Herr, erbarme Dich!
Ich bete für diese Welt, dass wir Menschen miteinander lernen, uns auf das wirklich erfüllet Leben zu konzentrieren, dass wir Deiner Liebe nacheifern und unser Herz nicht an materiellen Gewinn hängen, dass wir lernen, füreinander da zu sein.
Höre mein Rufen: Herr, erbarme Dich!

Zeit zum stillen Beten

Vater unser
Vater unser im Himmel, geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme, Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen –
denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Gott, zu Dir geht mein Gebet,
höre mein Singen und Flehen.
(siehe im Evangelischen Gesangbuch die Lieder „Geborgen in Gottes Liebe“, z.B. Nr. 401)

Lied nach der Melodie „Verleih uns Frieden gnädiglich“ (Gesangbuch Nr. 421)

  1. Verleih uns Frieden gnädiglich, HERR Gott, zu unser‘n Zeiten. | Es ist doch ja kein andrer nicht, der für uns könnte streiten, | denn du, unser Gott, alleine.
  2. Schenk unsern Herzen Glaubenskraft, dazu ein fest‘ Vertrauen, | damit wir tun, was Frieden schafft, an deinem Reich mitbauen: | Du bist unser Herr alleine.
  3. Hernach in Frieden lass uns geh’n am Ende unsrer Tage. | Aus Gnade lass uns vor dir steh’n ohn‘ alle Schuld und Klage: | Du bist unser Heil alleine.

Text Strophe1 und Melodie:
Martin Luther 1529 nach der Liedstrophe „DA PACEM DOMINE“ 9.Jahrhundert – ökumenische Fassung
Text Strophen 2 und 3: Norbert Zakrzewski-Fischer 2005

Bitte um Segen
Segne uns, o HERR.
Lass Dein Angesicht über uns leuchten und sei uns gnädig.
Deine Barmherzigkeit wende uns zu.
Erfülle uns und Deine ganze Schöpfung mit Deinem Segen.
Amen.